Erzbischof Dr. Bentz predigt bei den Antonius-Dienstagen in Fürstenau

Bisher kannten die Mädchen der Kita St. Anna Fürstenau lediglich den Bischof Nikolaus, der einmal im Jahr zu Besuch kam. Am letzten Antonius-Dienstag allerdings konnten sie ihren Erzbischof Dr. U.M. Bentz begrüßen, dessen Portrait in ihrer Einrichtung an der Wand hängt.

Der oberste Hirte im Erzbistum war der Einladung des Antonius-Arbeitskreises der St. Anna Gemeinde Fürstenau im PV Corvey gefolgt und sollte die dritte Predigt in der neunteiligen Gottesdienst-Folge unter dem Gesamtthema „Tanke auf! Entdecke deine Kraftquellen“ halten.

Jedes Kind hatte eine selbstgebastelte Blume in der Hand und überreichte sie dem besonderen Gast, der sich auf Augenhöhe mit den Kindern angeregt unterhielt. Abgerundet wurde die Begegnung vor dem Kirchenportal mit einem Begrüßungslied, das die Kleinen trotz großer Kälte fröhlich anstimmten.

Arbeitskreis-Mitglied Ute Lämmchen, federführend für die umfangreiche Kommunikation mit dem Erzbistum Paderborn, geleitete Dr. Bentz durch die Kirche, in der ca. 300 Gläubige gespannt auf die Messfeier mit ihrem Erzbischofs warteten.

Eine eigens für diesen Tag gebildete Männer-Schola intonierte beim Einzug stimmgewaltig ein Antonius-Lied  und begleitete die Messfeier auch anschließend musikalisch.

Der Sprecher des Arbeitskreises, Peter Egelkraut, begrüßte Erzbischof Dr. Bentz, seine Konzelebranten, Pfarrdechant Dr. Krismanek und Pastor Nal sowie alle Anwesenden sehr herzlich, um dann die Entstehungsgeschichte des Besuchs zu erläutern. So hatten er und seine Frau Ute Lämmchen im Dezember 2023 die Vorstellung des designierten Erzbischofs im Hohen Dom zu Paderborn als Übertragung mitverfolgen können und unmittelbar danach, beeindruckt vom Auftreten und der Zugewandtheit dieses Weihbischofs, eine E-Mail nach Mainz geschickt mit besten Glückwünschen und einer herzlichen Einladung zu den Antonius-Dienstagen. Nur wenige Monate später stand fest: Erzbischof Dr. Bentz wird nach Fürstenau kommen und im Rahmen der Antonius-Dienstage eine Messfeier halten.

Egelkraut beendete seine Begrüßungsrede, indem er sich auf ein Leitwort bezog, das im Wappen des damaligen Mainzer Bischofs Dr. Bentz zu finden ist: „praedicare ubique – domino cooperante“ – „überall predigen – der Herr wirkt mit“ und rief der Gemeinde zu:

„Überall, das ist am heutigen Tag, hier und jetzt, in unserer St. Anna Kirche in Fürstenau.

Und das Wort ‚der Herr wirkt mit‘ möge sich gleich in unser aller Herzen zeigen und morgen in unserem Tun bewahrheiten.“

In seiner Festpredigt „Sagt als Erstes: Friede diesem Haus“, Lukas10, 5b) entfaltete der Erzbischof seine Gedanken zum Leitmotiv der Reihe „Tanke auf!“ und benannte diesen Morgen im Erleben der Gemeinschaft, der Liturgie und dem Nachdenken über Gottes Wort als einen solchen Kraftquell und Gelegenheit zum Auftanken

Ausgehend vom biblischen Frieden „Shalom“, dem Frieden, der von Gott kommt, entwickelte

 der Erzbischof die These, Frieden müsse ein „Türöffner“ sein, verbunden mit der Botschaft „Ich will dir etwas Gutes“. Keine wie immer geartete Waffenruhe mit Deals und Zugeständnissen, sondern ein Friede, der versucht, Beziehungen zu knüpfen und Begegnung zu schaffen. So wie Papst Leo, der bei seinem ersten Auftritt der wartenden Menge auf dem Petersplatz zurief: „Der Friede sei mit euch!“ und damit den Menschen sagen wollte:“ Geht achtsam miteinander um, denn Friede wächst aus einem versöhnten Herzen.“ Auch der Schöpfung gegenüber hat diese Einstellung zu gelten. Dr. Bentz endete seine Predigt mit den Worten: „Ich bin davon überzeugt, dass kein Wort der Versöhnung, kein liebender Blick umsonst ist. Denn das sind die Bausteine zu einem Frieden, der dem Herzen entspringt.“

Kurz ging der Oberhirte noch auf den Bistumsprozess ein und rief dazu auf, auch diesen Weg der Veränderung mit versöhntem Herzen einzuschlagen.

Gegen Ende der Messfeier sprach Pastor Thomas Nal , geistlicher Begleiter des Antonius-Arbeitskreises, ein Wort des Dankes und betonte, dass die soeben gehörte Friedensbotschaft nicht nur ihm, sondern vielen der hier versammelten Gläubigen aus der Seele gesprochen hätte.

Beim feierlichen Auszug aus der St. Anna Kirche konnte Erzbischof Dr. Bentz in viele dankbare und leuchtende Gesichter blicken.

Wie allen Gastpredigern wurde auch Dr. Bentz anschließend die „Antonius-Kruste“, ein nur in diesen neun Wochen mit spezieller mediterraner Mischung gebackenes Brot, überreicht.

Dass sich Dr. Bentz dann auch noch die Zeit nahm, in der Gasstätte „Lindengarten“ mit mehr als einhundert Gottesdienstbesuchern das traditionelle Antonius-Frühstück einzunehmen und auf diese Weise sein Motto „Freud`an de Leut``zum Ausdruck brachte, wurde mit großer Anerkennung aufgenommen.

So war dieser dritte Antonius-Dienstag mit dem Besuch des Erzbischofs von Paderborn nicht nur ein bedeutsamer Tag für das kleine Dorf am Köterberg und den Pastoralverbund Corvey, sondern zugleich Ansporn für alle, die daran mitwirken, die Antonius-Verehrung lebendig zu halten.

Peter Egelkraut, 18.02.2026


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